Sebastian Althoff: Überleben
Einführung
19.10. Redecker, Eva von (2020). „Retten (Leben)“. In Revolution für das Leben: Philosophie der neuen Protestformen. Frankfurt am Main: S. Fischer, 159-193.
26.10. Sitzung entfällt.
Survival
02.11. Horn, Eva (2014). Zukunft als Katastrophe. Frankfurt am Main: S. Fischer, 149–170 und 190–197.
09.11. Holzer, Daniela (2023). „‘Survival Engineering‘. Die Survival-Show ‚7 vs. Wild‘ als exemplarische Testsituation einer bedrohlichen Gegenwart“. Zeitschrift für Medienwissenschaft, Jg. 15, Nr. 2, 61-72.
16.11. Browder, Laura (2006). „Dystopian Romance: True Crime and the Female Reader“. The Journal of Popular Culture 39, Nr. 6, 928-953.
23.11. (Streik: Sitzung entfällt)
30.11. Berlant, Lauren (2011). „Nearly Utopian, nearly normal”. In Cruel Optimism. Durham: Duke University Press, 161-189.
Was ist (schützenwertes) Leben?
07.12. Mbembe, Achille (2017). „Die Gesellschaft der Feindschaft“. In Politik der Feindschaft. Berlin: Suhrkamp, 92-120.
14.12 Petchesky, Rosalind Pollack (1987). „Fetal Images: The Power of Visual Culture in the Politics of Reproduction“. Feminist Studies 13, Nr. 2, 263-292.
14.12. Siegler, Martin (2023). „Expositionen“. In SOS: Medien des Überlebens. Berlin: de Gruyter, 71-106.
21.12. Siegler, Martin (2023). „Emissionen“. In SOS: Medien des Überlebens. Berlin: de Gruyter, 107-140.
Überleben/Nachleben
11.01. Butler, Judith (2005). „Gewalt, Trauer, Politik“. In Gefährdetes Leben: politische Essays. Frankfurt am Main: edition suhrkamp, 49-59.
Inan, Çiğdem (2022). „‘Diesmal nicht‘: Zur Enteignung der Trauer“. Texte zur Kunst 126. https://www.textezurkunst.de/de/126/cigdem-inan-diesmal-nicht/
18.01. Snorton, C. Riley und Jin Haritaworn (2013). „Trans Necropolitics. A Transnational Reflection on Violence, Death, and the Trans of Color Afterlife“. In The Transgender Studies Reader 2, herausgegeben von Susan Stryker und Aren Z. Aizura, 66-76.
25.01. Cnaani, Ofri (2022). Active Residues. Dissertation: UCL.
01.02. Hausarbeiten
AQT Kurzreferate
Die Kurzreferate sollen einen Input liefern bzw. die in den Texten besprochenen medialen Gegenstände vorstellen. Die Kurzreferate sind somit zusätzlich zu den Texten gedacht und sollen über diese hinausgehen. Leitende Fragen müssen nicht zwingend explizit beantwortet werden, sondern dienen lediglich der Orientierung. Teilweise sind klassische Referate angebracht, teilweise ist die Aufgabe eine Auswahl zu treffen bzw. eine Kuration der medialen Gegenstände vorzulegen. Im Weiteren werden die einzelnen Themen kurz vorgestellt.
Achtung: Bitte versucht in den Präsentationen so weit wie möglich auf Text zu verzichten. Es fällt schwer, gleichzeitig zuzuhören und Text zu lesen. Somit lenken Texte in Präsentationen oft ab. Verwendet stattdessen lieber Bilder, Illustrationen oder Grafiken und geht ansonsten sparsam und bewusst mit Text um.
Für die Referate über Filme oder Serien können Filmszenen ausgesucht werden, auf die Nutzung von Trailer sollte aber verzichtet werden.
Themen:
02.11.
- Emmerich, Roland (2004). The Day After Tomorrow. United States: 20th Century Fox. [Länge 5-7 Min; 1 Person; Ziel: Den Film für alle präsent zu haben; Leitende Fragen in der Auswahl und Erläuterungen von Szenen: Was ist die Katastrophe? Was bedeutet im Kontext des Films Überleben? Was sind die Herausforderungen, wie wird Überleben sichergestellt?]
- Wie wird Klimawandel (und nicht Wetter) dargestellt?
[Länge 10-15 Min; 2-3 Personen; Ziel: Die These des Textes, dass Klimawandel schwer darzustellen ist und dazu oft auf Grafiken zurückgegriffen wird, belegen oder widerlegen (es wird keine Vollständigkeit erwartet, sondern ein Überblick über einige repräsentative Beispiele); Material dafür findet sich etwa bei Umweltbewegungen, Zeitungen, öffentlich-rechtlichen Medien, sozialen Medien, usw.]
09.11.
- Meinecke, Fritz (2021-2022). 7 vs. Wild, 2 Staffeln, 32 Episoden, Idee: Fritz Meinecke, DE/SE/PA.
[Länge 10-15 Min; 2-3 Personen; Ziel: Die Serie für alle präsent zu haben; leitende Fragen in der Auswahl und Erläuterungen von Szenen: Was sind die Rahmenbedingungen für die Sendungen (nach der Art: diese Gegenstände dürfen mitgenommen werden, die Personen verfügen über Vorwissen, diese Regeln gelten)? Wie zeigt sich die These des Textes, dass hier in vielerlei Hinsicht eine Testsituation stattfindet? Was bedeutet im Kontext der Serie Überleben?]
[Länge 5-7 Min; 1 Personen; Ziel: Für das Seminar präsent zu haben, was in Deutschland als Existenzminimum definiert wird; leitende Fragen: Was wird in Deutschland zum Existenzminimum gezählt (~etwa auch Möglichkeit gesellschaftlicher Teilhabe)? Was darf gepfändet werden, was nicht?]
16.11.
- Erläutere das Konzept der Dirty Care von Elsa Dorlin.
[Länge 5-7 Min; 1 Person; Material: Dorlin, Elsa. „Replizieren“. In Selbstverteidigung: Eine Philosophie der Gewalt. Berlin, Suhrkamp, 221-224.]
- Stelle einen True-Crime-Podcast deiner Wahl vor.
[Länge 5-7 Min; 1-2 Personen (zusammen oder unterschiedliche Podcasts; Ziel: Das Format für alle präsent zu haben; leitende Fragen in der Auswahl und Erläuterungen von Szenen: Inwiefern belegen oder widerlegen True-Crime-Podcasts die These des Textes, dass True Crime ein self-help-Medium darstellen? Welches Wissen wird hier vermittelt? Welche Antworten bietet es auf die Frage ‚warum‘?]
30.11.
- Dardenne, Jean-Pierre und Luc Dardenne (1999). Rosetta. Belgium, France: Les Films du Fleuve.
[Länge 5-7 Min; 1 Person]
- Dardenne, Jean-Pierre und Luc Dardenne (1996). La Promesse. Belgium, France: Les Films du Fleuve.
[Länge 5-7 Min; 1 Person]
- Hinterland Studios (2017). The Long Dark. Hinterland Studios.
Puente, Gabrielle de la (2022). „The Long Dark“. the white pube, 31. Juli. URL: https://thewhitepube.co.uk/games/the-long-dark/.
[Länge 7-10 Min; 1-2 Personen; Ziel: Survival time im Videospiel darzustellen und dies mit der survival time der Autorin Gabrielle de la Puente zu kontrastieren; leitende Fragen: wie wird in beiden Fällen das Überleben als eine konstante, erschöpfende und alles ausfüllende Aufgabe dargestellt?]
14.12.
- Dabner, Jack (1984). The Silent Scream. United States: American Portrait Films. https://www.youtube.com/watch?v=mB4QZJODDJs
[Länge 5-7 Min; 1 Person; Ziel: Den Film–insbesondere die Szenen, auf die ihm Text eingegangen wird—für alle präsent zu haben; Leitende Fragen in der Auswahl und Erläuterungen von Szenen: Wie wird der Embryo dargestellt?]
- Darstellung von Embryos.
[Länge 5-7 Min; 1-2 Personen; Ziel: An einigen Beispielen die Darstellung von Embryos damals und heute zu zeigen; einige Beispiele finden sich im Text (etwa Space Odyssee 2001 oder das Coverbild des 1965 Time Magazine), weitere, insbesondere aktuelle Beispiele sollen gesucht werden]
14.12.
- Forensic Oceanography (2017). Sea Watch VS The Libyan Coastguard. https://forensic-architecture.org/category/forensic-oceanography
[Länge 15-20 Min; 2-3 Personen; Ziel: Anhand der Untersuchung von Forensic Oceanography zu sehen, wie wichtig es für das Überleben ist, gesehen zu werden, welche Herausforderungen und Politiken dem entgegenstehen; Vorgehen und leitende Fragen: Stellt den Kontext des Werkes sowie Forensic Oceanography vor. Das Video darf ausführlich gezeigt werden, trotzdem sollten Ausschnitte gewählt werden. Dabei sollte einerseits die Probleme bei der Suche und die Grenz- bzw. Zuständigkeitsfragen erläutert werden, sowie deutlich gemacht werden, wie schnell ein Mensch unter der Wasseroberfläche verschwindet und damit nicht mehr rettbar ist]
- Autonomes Fahren.
[Länge 5-7 Min; 1 Person; Ziel: Kurz erklären, was das Problem beim Autonomen Fahren im Stadtverkehr ist; Leitende Fragen: Wie kann Figur und Grund unterschieden werden? Wie entscheidet das Fahrzeug in einer Extremsituation, welchen Personen Vorrang geleistet werden soll?]
22.12.
- Geophon
[Länge 7-10 Min; 1-2 Personen; Ziel: Das Gerät „Geophon“ für alle präsent zu haben; leitende Fragen: Wie funktioniert ein Geophon? Wie hat sich das Geophon vom ersten Weltkrieg bis heute entwickelt?]
- Digitale Emissionen.
[Länge 7-10 Min; 1-2 Personen; Ziel: Darzulegen, wie Sensoren digitale Spuren erfassen und wie versucht wird, sich davor zu schützen; Leitende Fragen: Wie kann man das Handy oder das Smart-Home als Sensor verstehen? Was würde es bedeuten, sich davor komplett zu schützen? Wer profitiert von diesen Sensoren, wer wird durch diese Sensoren verletzbar?]
11.01.
- Erinnerungspolitik antirassistischer Initiativen
[Länge 10-15 Min; 2-3 Personen; Ziel: Die im Text „Diesmal nicht“ angeführten Beispiele zu Versuchen antirassistischer Initiativen an ihr Leid zu erinnern, auszuführen und zu erweitern; Material: Neben weiteren Beispielen kann auf diese Broschüre zurückgegriffen werden: https://tagdersolidaritaet.files.wordpress.com/2020/11/broschuere_trauer_wut_und_widerstand.pdf]
25.01.
- Google Arts & Culture. Inside Brazil’s Museu Nacional. https://artsandculture.google.com/project/museu-nacional-brasil
[Länge 5-7 Min; 1 Person; Ziel: Stelle die Seite mit ihren verschiedenen Funktionen vor, um das Tool für das Seminar präsent zu haben]
- Cnaani, Ofri (2022): Leaking Lands.
[Länge 5-7 Min; 1 Person; Ziel: Das Kunstwerk für das Seminar präsent zu haben; Leitende Fragen in der Auswahl und Erläuterungen von Szenen: Was passiert auf den verschiedenen Screens? Wie werden die digitalen Überreste angeeignet bzw. mit anderen Perspektiven überlagert?]